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Sommerlager 2008 am Grüntensee - Seite 3

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Sommerlager 2008 am Grüntensee
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Nachdem die vergangenen Tage eher ruhig verliefen, war am Dienstag voller Einsatz gefragt, denn es sollten unsere eigenen Olympischen Spiele stattfinden (ohne Doping und natürlich fair ablaufend). In 3 Grüppchen mussten am See und an der angrenzenden Wiese die verschiedensten Aufgaben in der Gruppe gemeistert werden. Statt langweiligem Wettschwimmen hatten wir uns neue Disziplinen ausgedacht. Wettrennen durch das seichte Wasser mit Schwimmflügeln an den Beinen, was einfacher klingt als es in Wirklichkeit ist, denn durch die Schwimmflügel werden die Beine nach wenigen Meter schwer, sich gerade zu halten ist fast unmöglich uns so mancher fiel aus diesen Gründen einfach nach vorne, hinein ins kühle Nass. Die andere Disziplin war ein Luftmatratzenrennen zwischen zwei Gruppen bei dem eine/r aus dem Team auf der Matratze saß und der/die andere anschieben musste.
An Land folgten weitere sportliche Aufgaben wie Schubkarrenrennen oder sich an einem zwischen Bäumen gespannten Seil entlang hangeln, welches bei den meisten Gruppen, außer einen, nicht wirklich klappte, da die Kraft nachließ und der Schmerz durch das festklammern im größer wurde. Neben diesen höchst aktiven und anstrengenden Aufgaben gab es auch eine kreative Aufgabe, es musste ein Campingkind gefunden werden, dass geschminkt werden sollte.
Nachmittags sollten ein Ei und ein Apfel in nur einer Stunde in so viele Dinge getauscht und ein kurzer, zugeteilter Satz in die unterschiedlichsten Sprachen übersetzt werden. Quer über den Platz sausten die Gruppen und stießen auf helle Begeisterung von Seiten der Camper, die begeistert tauschten und, so gut wie es ihre sprachlichen Kenntnisse zuließen, den Gruppen beim übersetzen halfen. Nach der Stunde hatten wir neben Süßigkeiten, Früchte und Gemüse, kleinem Krimskrams auch ein Cityroller ertauscht, dem größtem ertauschtem Ding. Jeder Gruppe gelang es auch ihren Satz mindestens in 5 verschieden Sprachen übersetzten, zum Beispiel in Duutch oder Tschechisch. Am Abend lagen die Gruppen allen von den Punkten recht nahe beisammen, jedoch sollte es auch an diesen Abend zu keiner Entscheidung kommen, denn am Mittwoch gingen die Spiele noch weiter.
Frühzeitig brachen wir an diesen sonnigen Mittwochmorgen auf, denn für das heutige Stadtspiel sollte es nach Sonthofen gehen. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir Sonthofen, welches sich durch ein Tal zog. Jede Gruppe erhielt auf dem Busplatz ein Büchlein mit unterschiedlichen Fotos, die Orte, die dort abgebildet waren, sollten in Sonthofen gefunden und genauer beschrieben werden. Damit es etwas leichter war, stand unter jedem Bild ein kleiner Tipp, wo das Bild zu finden war. Alle Gruppen machten sich nun auf den Weg in das Stadtzentrum um sich zum einen eine Karte zu besorgen als auch Informationen über den Ursprungsort der Bilder an der Touristeninformation zu erhalten. Manche Fotos und ihr Original wurden schnell gefunden wie zum Beispiel die Statur einer Hexe oder ein Wandgemälde, andere Fotos waren dagegen viel kniffeliger zu finden, da sie nicht im Ortszentrum oder verborgen zwischen anderen Dingen lagen. Dennoch hatten alle Gruppen bis zum Mittag jeden Ort der aufgenommen Bilder gefunden und der ganze Stamm traf sich zum Mittagessen auf einem Hügel der oberhalb der Stadt lag. Nachdem wir die Sonne noch ein bisschen genossen, traten wir den Rückweg an, denn der Himmel zog mit dunklen Wolken zu und unseren Bus wollten wir auf keinen Fall verpassen.
Zurück auf dem Lagerplatz hatte sich das Wetter wieder ins schöne gewandelt, so dass ein Großteil des Stammes wieder schwimmen gehen konnte. Leider blieb das Wetter nicht so schön, wie an den vorangegangenen Tag, sondern goss all das Wasser was uns erspart geblieben war in wenigen Stunden über uns aus. Ein starkes Gewitter zog über uns hinweg.  Deshalb war an Gemütlichkeit und eine nette Singerunde nicht zu denken, denn wir waren eher damit beschäftigt die Jurte von unnötigen Wasserbeulen zu befreien und Teppiche durch zusammenrollen vorm Wasser zu schützen. Nachdem der Sturm vorüber gezogen war setzten wir uns trotzdem noch einmal auf die wenigen trockenen Teppichstellen zusammen, wärmten uns an warmen Tschai auf, sangen und unterhielten uns.   
An unseren letzten Tag am Grüntensee klarte es noch einmal auf, sodass wir unser Zeltmaterial ziemlich trocken zusammen packen konnten. Alle halfen emsig die Jurte und Kohten abzubauen und zu verstauen oder die Kochutensilien noch einmal sauber zu schrubben. Pünktlich um 12 Uhr waren wir mit allem fertigen und schlossen das Lager mit einem Abschlusskreis ab, bevor es wieder heimwärts ging.
Natürlich läuft so ein Lager nie ohne Verletzte und Tote ab, aber abgesehen von einem Bänderriss durchs Fußball spielen, Sonnenbrand und Schürfwunden und das der halbe Stamm durch Magendarmgrippe nach dem Lager (und vier während) flach lagen, sind wir alle heil und vollständig nach hause gekommen.  

Teilnehmende Sippen waren die Eisvögel, Falken, Fledermäuse, Habichte, Luchse und eine Cobra.

 

 

alex, die - mai 2009