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Sommerlager 2008 am Grüntensee - Seite 2

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Sommerlager 2008 am Grüntensee
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Wieder auf dem Lagerplatz zurück ging es… ins Wasser. Als es dämmerte begann wohl der aufregendste Teil des Lagers für die 5 Eisvögel und den Falken, sie sollten ihr Versprechen zum Jungpfadfinder ablegen. Zu diesem Zweck begab sich der komplette Stamm an den Ufersaum des Sees. Die 6 Versprechensableger machten jedoch kein gewöhnliches Versprechen, sondern schritten eine Lichterspur durch den Wald ab, der schließlich am Ufersaum endete, wo schon der Rest des Stammes ungeduldig auf sie wartete. Es war dunkel und kalt geworden, als die 6 ihr Versprechen unter einem klaren Sternenhimmel ablegten. Nach der Versprechensfeier gingen wir zusammen durch den Wald, der am See entlang

führte, zum Lagergrund. Kurios war an diesem Wald, dass Schilder mit Informationen über die im See lebenden Fische am Wegesrand aufgestellt worden waren. Bis weit nach Mitternacht saßen wir am Feuer, bis sich der bzw. die letzte in den Schlafsack trollte.
Am nächsten Tag herrschte eine große Aufbruchsstimmung. Die Kohten wurden abgebaut und auf die einzelnen Sipplinge verteilt, Rucksäcke umgepackt und von unnötigen Balast befreit. 3 Gruppen sollten an diesen schönen Freitagmorgen auf ein 3-tägiges Hajk aufbrechen, dass sie in die entlägendsten Gegenden und auf die steilsten und höchsten Berge des Oberallgäus führen sollte. Über diesen Hajk sollte lieber jede Gruppe selbst einen eigenen, extra Bericht schreiben, denn die Erlebnisse und Eindrücke die jede Gruppe und jeder einzelne selbst während dieser Zeit gesammelt hat, sind so vielfältig und unterschiedlich und würden einfach hier den Rahmen sprengen.
Am Sonntag kehrten alle 3 Gruppen, mehr oder weniger vollständig und heil, zum Lagerplatz zurück um sich von den erlebnisreichen, vergangenen Tagen auszuruhen. Während einige noch genug Energie hatten um zu schwimmen, Tretboot zu fahren oder barfuss Fußball zu spielen, "schimmelte" der verliebende Teil am Lagerplatz herum.
Obwohl alle Gruppen den ganzen Tag gefaulenzt hatten, bot jede ein klasse Programmpunkt bei der offenen Bühne am Abend da, sogar die daheim gebliebenen, hatten etwas vorbereitet. Die erste Gruppe informierte und unterhielt den Stamm durch die wichtigsten Nachrichten des Hajks und Anrufgewinnspiele ohne Gewinne auf den selbst erfunden Sender BdP TV, die zweite Gruppe trug ein lustiges Gedicht zum Hajk vor, mit der klaren Botschaft „Ruth ist gut“. Die letzte Hajkgruppe spielte ein kurzes, heiteres Theaterstück vor, mit dem schönen Titel „Tante Gerhalde kommt zu Besuch“, das nie richtig in Gang kommen konnte, da der Regisseur andauernd abbrach, um seinen Akteuren neue, widersprüchliche Anweisungen zu geben. Zum Schluss boten die 5 daheim gebliebenen ein fantastisches Stück über den qualvollen Tod eines Vegetariers dar, der bei den Pfadfindern verhungern musste, da diese nur Fleisch aßen. Dieses Stück belustigte nicht nur die Fleischfresser im Stamm, sondern auch die zwei Vegetarierinnen. Nach den Aufführungen saßen wir noch bis weit nach der Nachtruhe beisammen und sangen zusammen, bis sich dann doch ein Camper beschwerte und wir leider aufhören mussten.
Am Montag liefen wir nach dem Frühstück zur Reifenrodelbahn, die gleich neben dem Campingplatz lag. Fast alle hatten einen riesen Spaß mit den massiven Reifen und vollem Körpereinsatz die Bahn runter zu sausen, sich in die Kurven zu legen, hoch an den Bahnrand gedrückt zu werden und sich die ein oder andere Schürfwunde und Kratzer zu holen. Besonders lustig sahen dabei die Jüngeren aus, die knallgelbe Schutzhelme tragen mussten und somit auffälliger waren. Neben der Möglichkeit mit Reifen zu rodeln konnte man auch mit Plastikschlitten, für die mehrere, nebeneinander liegende Bahnen zur Verfügung standen, rodeln, woraufhin sich einige einen erbitterter Kampf lieferten so schnell wie möglich runter zu rutschen. Hier waren natürlich klar die im Vorteil, die mehr Masse aufwiesen, da sie eine höhere Geschwindigkeit erreichten. Nachdem wir uns so richtig ausgetobt hatten, stärkten wir uns um gleich darauf weiter zu toben. Die Eisvögel und Falken quälten das Trampolin mit ihren Sprüngen so, dass es manchmal doch sehr quietschte, aber dennoch stehen blieb. Leider durften die Fledermäuse, Habichte, Luchse und die Kobra nicht mithüpfen, sie waren einfach so schwer und hätten gewiss es noch geschafft, dass das Trampolin zusammen bricht. Nachdem wir den halben Nachmittag auf der Rodelbahn verbracht hatten, dass ganze Geld in Fahrten verbrannt worden war, begaben wir uns auf den Rückweg. Auf dem Platz zog es die meisten wieder zum bzw. auf den See, der Rest sang, las, oder vertrieb sich mit einer anderen Beschäftigung die Zeit. Zum Abendessen zauberte uns das Küchenteam, wie an den vergangenen Tagen, ein fabelhaftes und schmackhaftes Essen. Das Essen trug das ganze Lager zur guten Laune bei, denn die Speisen die wir zu essen bekamen waren höchst Lager untypisch. Wir aßen Fischstäbchen, marinierte Schnitzel, Klöße, Schippers Käsespätzel, Schokocreme und noch viel weiter leckere Gerichte.