Sommerlager UMUTI (Umwelt und Tiere)
14.-22. August 2004, Kronberg
Teilnehmer:
Sippenführer: LOK (Lars), Markus
Habichte: Sebastian
Fledermäuse: Alexandra, Carolin, Isabell, Marie Luise, Carsten
Besucher:
Ilonka (Habichte), Sabine und Sonja (Meutenführung)
Samstag
Am 14. August trafen sich die Sippen Fledermäuse und Habichte an der Willi-Salzmann-Halle in Windecken. Dort wurde uns ein Brief des berühmten Forschers Esuark Regrebmil vorgelesen. Dieser lud uns ein, nach Kronberg zu kommen, um etwas über die Umwelt und die Tiere zu lernen. Sofort ging es los, nach einer einstündigen Fahrt kamen wir in Kronberg an. Sogleich wurden die Rucksäcke, Lebensmittel, Kisten und was man sonst noch für ein Lager gebraucht wir ausgeladen. Nachdem ganzen hin und her, wurde uns ein zweiter Brief vorgelesen. In dem ging es darum, wie wir uns zu verhalten hatten, wann wir aufzustehen hatten und noch ein paar Dinge.
Sofort, nach dieser Begrüßung, machten wir uns ans Aufbauen einer Doppelkote. Nach ca. 2 Stunden stand sie dann. Eine Doppelkote mit einem extra Dach, da es an manchen Stellen, besonders im oberen Bereich, reinregnen konnte. Als die Kote wirklich bombenfest hielt, holten wir alle Rucksäcke aus dem kleinen Häuschen, wo die Lebensmittel gelagert wurden. Das war vielleicht ein Kampf, alles zwischen die enge Zeltspalte zu quetschen, doch schließlich war alles im Zelt und Planen wurden über die Buckelpiste (Boden) gelegt. Dann ging es daran die Isomatten hinzulegen, das war ein Chaos, welches aber schnell behoben werden konnte.
Es war schon spät geworden, als wir müde in die Schlafsäcke krochen, doch es wurde noch lange nicht ruhig. Mal wurde hier geschwätzt, mal dort. Als Basti dann merkte das Ise Süßigkeiten aß, rief er: "Pfadfinder teilen! Pfadfinder teilen!", so musste die "arme" Ise eine Runde ausgeben.
Sonntag
Nach einem Kampf mit sich selbst, ob man aufstehen sollte, oder nicht, krochen wir langsam aus den Schlafsäcken. Erst beim Morgensport wurden wir langsam wach (ganz langsam). Beim Frühstück wurde es richtig lustig. Es kamen andauernd Wespen, die was zu futtern haben wollten und sich sogar erdreisteten ganze Stücke Wurst aus unseren Broten herauszubeißen, wurde es uns zu bunt und wir verließen den Tisch. Danach wurde uns ein dritter Brief vorgelesen. Es ging darum, dass wir Sachen bauen sollten, die uns das Leben in den 10 Tagen erleichtern sollten. Nach einer kurzen Besprechung entschieden wir uns eine Brücke über den ausgetrockneten Fluss, einige Bänke, eine Schaukel, Mülleimer, eine Wäscheleine und eine Tisch zu bauen. Da der Tisch aber einfach nicht auf dem felsigen Boden stehen wollte, hängten wir ihn, mit ein bisschen Aufwand, an den Baum nahe der Feuerstelle. Ein bisschen wackelig das ganze, aber haltbar.
Abends gab es dann Fladenpizza. Es war eine lustige Angelegenheit, wie der ganze Käse aus der Pizza blubberte. Als wir schließlich satt am Feuer saßen und den großen Rest vom Teig verbieten, wurde es ganz gemütlich. Erst spät gingen wir "zu Schlafsack". Irgendwann in der Nacht hörten wir es knallen. Verschlafen kroch LOK aus dem Schlafsack raus und schaute aus einem Zeltschlitz. Er sagte, dass draußen irgendjemand Silvesterraketen abfeuerte. Sauer und traurig, über so viel Dummheit, denn die Tiere im Opelzoo direkt neben an, mussten mit der Panik kämpfen, schliefen wir ein.
Montag
Am nächsten Morgen mussten wir uns dann sehr beeilen, da wir so spät dran waren und uns LOK und Markus, unsere SiFüs, sagten, dass wir in den Opelzoo gingen. Schnell wurden Riegel und das Brot von gestern eingepackt. Als wir ankamen war Herr Beck, der uns die Tiere näher bringen sollte, noch nicht da, sodass wir uns einen kleinen Überblick über das Gelände machen konnten. Kurz darauf kam Herr Beck Er teilte ein Quiz aus, das wir lösen sollten.
Die komplette Sippe machte sich auf den Weg. Viele Fragen konnten wir schnell beantworten, aber wie z.B. ein Schwänzeltanz einer Biene geht nicht. Eine oder zwei Stunden später trafen wir uns wieder in der Waldschule. Dort besprachen wir alle Fragen. Herr Beck erzählte uns sehr viel interessantes, besonders die Projekte des Zoos taten es uns an. Nachdem wir aus der Waldschule kamen merkten wir wie lang wir uns über Tiere unterhalten hatten. Nach einer kurzen Brotzeit durften wir machen was wir wollten. Wir trafen uns erst wieder um 4 Uhr am Spielplatz, wo es viele pfiffige Spiele gab. Der Zoo war schon längst geschlossen, als wir uns auf den Rückweg machten. Auf dem Rückweg entdeckten wir eine riesige Brombeerhecke, wo wir jede Menge Brombeeren pflückten.
Angekommen erwarteten wir Sabine, Sonja und Ilonka, die uns besuchen wollten. Wir warteten und warteten und endlich kamen sie. Wir unterhielten uns lange, besonders über ihr Wölflingslager in Kronberg, wo, als sie da waren, es nur schüttete. Als sie dann gegangen waren krochen wir müde in unsere Schlafsäcke, vorher hatten wir noch ein paar Fledermäuse beobachtet, die über unsere Kote flogen.
Irgendwann in der Nacht musste eine gewisse Person, wegen des vielen Tees, aufs Klo. Das dumme, diese Person lag am anderen Ende des Zeltes. Sie versuchte zwar sich leise aus dem Zelt zu winden, aber irgendwie klappte das nicht, sodass alle wach wurden, zumindest der Großteil.
Dienstag
Am nächsten Tag spielten wir viele außergewöhnliche Spiele. Als es Mitternacht war, verkündete Markus und LOK, dass wir eine Nachtwanderung machen würden. Es ging sofort los. Die zwei wussten zwar nicht so Recht wo sie hin wollten, aber eines wussten sie, wir mussten unbedingt so einen komischen, steilen Berg hoch. Endlich oben, hatten wir eine tolle Sicht auf die Frankfurter Skyline. Um ca. 1-2 Uhr kamen wir zurück und genehmigten uns einen Mitternachtssnack. Plötzlich fing es an zu regnen, schnell räumten wir alles zusammen und stürzten dann in die Kote. In der war es wunderbar trocken, dass änderte sich allerdings sehr schnell. Es tröpfelte überall herein. Als sich schon kleine Bäche bildeten, packten wir alle unsere Sachen in unsere Rucksäcke und eilten in Häuschen, wo wir es uns bequem machten. Markus und Basti gingen noch einmal ins Zelt um Caros und Isabells Medizin zu holen, als sie zurückkamen, berichteten sie, dass das Zelt unter Wasser stünde. (Juhuu!)
Mittwoch
Am darauf folgenden Tag sahen wir was uns der Regen hinterlassen hatte. Durchgeweicht unterlagen, nasse Rucksäcke (einer auch von innen) und einen wundervollen, matschigen Boden. Als wir alles raus zum trocknen gehängt hatten (da war die Wäscheleine endlich zu was nütze), frühstückten wir. Danach gab es Morgensport, den Markus und LOK auf keinen Fall ausfallen lassen wollten. Nach dieser Pein, erklärte uns LOK, dass wir heute ERSTE-HILFE üben sollten. (Oh Graus!)
Wir übten wie man handeln sollte, wenn sich jemand z.B. ins Bein gehackt hätte. Markus mimte den Verletzten, der ein (zugeklapptes) Messer im Bein stecken hatte. Er nahm es mit Humor, dass manche nicht die Seitenlage merken konnten und ihn so ein bisschen Armschmerzen berieten. Sorry.
Als wir fertig waren, begann es zu REGNEN! (Warum regnet es immer auf Lagern?) Es goss und goss, deshalb verzogen wir uns ins Haus, wo wir jede Menge Blödsinn verzapften. Es wurde Pfeffer gestreut, bis die Augen tränten, aber auch gemütlich beisammen gesessen, Kekse geknabbert und gesungen, oder man setzte sich vors Haus und zählte die Regentropfen. Ruhig klang der Abend aus.
Donnerstag
Ein neuer Tag brach an und es war Zeit zum aufstehen, langsam krochen wir alle aus den Schlafsäcken, nur Ise verkrümelte sich in eine Ecke. Als selbst Pfeffer und kitzeln nicht half, wurde sie gepackt (im Schlafsack) und zur Waschstelle getragen, wo sie Nach einer kleinen Dusche konnte die Morgenrunde beginnen. Dort platzte der Professor total aufgelost rein. Er berichtete uns, dass einer seiner Kollegen sehr krank sei, wofür nur wenige Menschen eine Medizin hätten. Natürlich wollten wir helfen und so erspielten wir die verschiedenen Angaben für das Rezept. In einem der Spiele wurde getestet, ob wir auch richtig schmecken können. Am Ende hatten wir dann das komplette Rezept beisammen, uns fehlten nur noch die Zutaten. Abends wollten wir eigentlich Feuer machen, wenn es aber regnet, klappt das net so. Schnell verstauten wir das Holz in den Unterstand, den wir gebaut hatten löschten das Feuer und verzogen uns im Haus.
Freitag
Es war Freitag, als uns der Professor besuchen kam. Er lobte uns, dass wir die Rezeptur ergattert hatten. Das er ein paar Leute kenne, die solche Zutaten hätten, half uns immens weiter. Um an die Zutaten zu kommen, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, da die Leute immer nur drei Leute empfingen. Uns wurden Fragen zu Umwelt, Technik und Freizeit gestellt. Umso mehr Fragen man richtig beantworten konnte, bekam man Steine. Diese Steine konnte man mit Geld vergleichen, da wir damit die Zutaten kaufen konnten.
Als das Spiel zu Ende war, plagte uns die Langeweile, sodass wir uns entschieden Holz zu holen, da das meiste Holz bereits verfeuert war. So zogen wir mit Axt, Säge und seilen in den nah gelegenen Wald, wo wir zwei geeignete, große Stämme fanden. Mit einwenig Gewalt wurden sie handlicher gemacht. Die kleinen Äste wurden zusammen gebunden, die großen Stücke wurden auf die Schulter geladen. Mit einwenig ziehen bekamen wir das Astpacket durch den Straßengraben. Schnell eilten wir über die Straße und liefen als wandelnde Bäume zum Lagerplatz zurück.
Nach einem kleinen Snack (Markus und LOK wollten das viele Essen los kriegen) faulenzten wir und machten zudem das, worauf wir Lust hatten, Quarkfütterung, Gelände erkunden, "Knallstöcke" (Stöcke mit Luftkammern, die beim verbrennen knallten) sammeln, Holz hacken, oder im Baumhaus sitzen. Kurz gesagt, es war die Ruhe pur.
Samstag
Es war schon Samstag und wir langweilten uns sehr. Irgendetwas wollten wir bauen, aber was nur? Wir dachten lange nach und entschlossen uns schließlich eine Minigolfbahn zu bauen. Es wurde ein gut geeigneter Ort gefunden und die Blätter zur Seite geschoben. Fast jeder hatte eine Idee, wie man die Bahn gestalten konnte. Da wir so viele Ideen hatten, bauten wir gleich zwei weitere Bahnen. Sie wurden mit Rampen, Steinen, die es schwierig machten geradlinig zu schießen, Hügeln, Löchern und noch mehr versehen.
Endlich fertig, dachten wir darüber nach, wie wir die Schläger bauen sollten. Nach einigen Suchen fanden wir einen gekrümmten Stock. Nach dem Abendessen (Chili con Carne, lecker!) besuchte uns der Professor. Er sagte nun wie man alle unsere Zutaten mischen musste, um ein Heilmittel für seinen Kollegen zu haben. Er gab uns die Ehre dabei zu sein. Es war sehr spannend und lustig. Es wurde doch sehr spät, als wir in unsere Schlafsäcke krochen und es eine letzte Keksrunde gab.
Sonntag
Es war Sonntag und das bedeutete Abschied zu nehmen. Die Doppelkote, sowie unsere anderen Werke wurden abgebaut. Nachdem alles gepackt war und gut verschnürt war, putzten wir das Badehäuschen und richteten eine kleine Überschwemmung an. Nachmittags war alles fertig, alles war gepackt, Socken wurden gefunden und es gab noch eine letzte Keksrunde. Schnell wurden die Rucksäcke verstaut und wir kamen ein letztes Mal zusammen, nach einem kräftigen "Gut Pfad" stiegen wir in die Autos und fuhren Richtung Heimat.
