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Nordsee 1999

Der Drahtesel ist unser Freund

Dieses Jahr beschlossen wir unserer eigenes Sommerlager zu unternehmen, und zwar an die Nordsee. Nach langen Strapazen hatten wir unsere Fahrt geplant. Schnell zwei Wochenendtickets bei der Deutschen Bahn gekauft und schon ging’s am 24.07.1999 los. 12 Stunden Fahrt in einem völlig überfüllten Zug, inklusive fünf Mal umsteigen. Aber schließlich kamen wir auf Norderney, wo wir erst mal vier Tage bleiben sollten. Norderney war letztendlich auch der schönste Platz wo wir waren. Danach fuhren wir entlang der Küste Richtung Baltrum, vorbei an Bensehrsiel über Schillig nach Hocksiel. Eigentlich wollten wir ja auf die Insel Baltrum, jedoch erwies sich die Fahrt mit etwa 100 Mark pro Person als zu teuer. So entschlossen wir uns bei einem Bauern zu übernachten, der uns freundlich aufnahm und uns morgens auch noch ein frisches Glas Milch bereit stellte. Zwischendurch besuchten wir noch die Jeverbrauerei und trafen viele nette Leute.

Die Fahrradtouren an sich machten viel Spaß, auch wenn man an der Nordsee grundsätzlich Gegenwind hat und der Schipper immer drei km hinter uns lag. Auch gab es entlang des Fahrradweges immer irgendwelche Schranken, die sich als relativ störend erwiesen, denn schließlich macht es nicht so viel Spaß immer ein Fahrrad mit einem Rucksack von mehreren Kilo Gewicht über irgend so ein Ding zu heben.

Die letzte Nacht übernachten wir dann in Wilhelmshaven in einer Jugendherberge, in der uns der Leiter extra für uns den Grill herausstellte, auf dem ja schon nach seiner Angabe mindestens eine Millionen Würstchen gegrillt wurden.

Abends gingen wir dann noch in die Stadtmitte, die uns jedoch eher nicht gefiel und holten uns den Fahrplan für den nächsten Tag.

Am 7.08.1999 stiegen wir morgens wieder in den Zug und vor stand wieder einmal eine Wand aus anderen Leuten, die ebenfalls mit dem Wocheendticket unterwegs waren.

Insgesamt hat uns die zweiwöchige Fahrt sehr gut gefallen und wir denken darüber nach nächstes Jahr wieder irgendwo mit dem Fahrrad hinzufahren. Schließlich war die Fahrt mit 300 Mark pro Person nicht so teuer und Spaß gab’s allemal!

 

Sippe Cobra